Wohlbefinden am Arbeitsplatz: Definition und Hebel zum Handeln

Wohlbefinden am Arbeitsplatz ist elementar

Das Glück der Mitarbeiter sichern… Dies ist ein sehr populärer Trend in der Arbeitswelt. Worüber genau reden wir hier? Was sind die Vorteile eines solchen Ansatzes? Welche konkreten Maßnahmen für das Wohlbefinden am Arbeitsplatz sollten ergriffen werden?

Ausgehend von dem Konzept, dass sich ein erfüllter Mitarbeiter unweigerlich in multilateraler Rentabilität niederschlägt, sagen wir, dass die Büroatmosphäre, die beruflichen Beziehungen und das Lebensumfeld des Arbeitsplatzes im Mittelpunkt aller Anliegen stehen müssen. Insbesondere Führungskräfte, die in diesem Bereich eine eindeutige Verantwortung tragen.

Gruppenkohäsion, Respekt vor dem Individuum, aktives Zuhören, faire und angemessene Motivation… alles wirksame Hebel zur Leistungssteigerung!

Wohlbefinden am Arbeitsplatz: Worüber reden wir?

Weit davon entfernt, ein modisches Schlagwort zu sein, ist Wohlbefinden am Arbeitsplatz eine Realität, die in den Unternehmen immer mehr zu einem weit verbreiteten Problem wird, da beruflicher Stress und Burn-out – Burnout – als große psychosoziale Risiken für die Gesundheit der Arbeitnehmer identifiziert werden.

Die WHO nimmt die Herausforderungen der Jahrtausendwende vorweg

Die WHO definiert Wohlbefinden bei der Arbeit als „einen Geisteszustand, der durch eine zufriedenstellende Harmonie zwischen den Fähigkeiten, Bedürfnissen und Bestrebungen des Arbeitnehmers einerseits und den Zwängen und Möglichkeiten des Arbeitsplatzes andererseits gekennzeichnet ist“. Diese Definition erinnert an die Anliegen der Generation Y – die in den 1980er Jahren geborenen Millennials, die einen großen Teil der heutigen jungen Arbeitnehmer ausmachen.

Mehr als ein hohes Lohnniveau, mehr als eine Aufstiegsperspektive, verlangen die Arbeitnehmer von heute ausgezeichnete Arbeitsbedingungen im Rahmen von Aufträgen mit hoher Wertschöpfung. Ihre persönliche Entwicklung steht im Mittelpunkt ihres Strebens: Wohlbefinden wird zur conditio sine qua non bei der Wahl ihres Arbeitsplatzes – und beim Verbleib darin.

Das Gesetz erlegt Maßnahmen auf

Das Arbeitsgesetz bezieht sich ebenfalls auf das Konzept des Wohlbefindens bei der Arbeit, mit besonderem Schwerpunkt auf der physischen und psychischen Gesundheit der Beschäftigten. Das Gesetz erinnert bei dieser Gelegenheit daran, dass der Arbeitgeber die Pflicht hat, die Maßnahmen an die Umstände anzupassen. Wenn der Text dies nicht präzisiert, ist daraus zu schließen, dass das Aufkommen der Kommunikationsmittel vom Arbeitgeber berücksichtigt werden muss – der insbesondere dafür sorgen wird, dass das berühmte Recht seiner Mitarbeiter auf Trennung vom Arbeitsplatz respektiert wird.

Auf halbem Weg zwischen der WHO-Definition und den gesetzlichen Empfehlungen umfasst das Wohlbefinden am Arbeitsplatz zwei Realitäten:

  • Gesundheit und Sicherheit: Die Priorität liegt auf der Verringerung des psychosozialen Risikos.
  • Umwelt und Aufgaben: Es ist auch wichtig, eine gesunde und vom Mitarbeiter geschätzte Arbeitsatmosphäre zu fördern.

Gemeinsame Vorteile

Mehr als eine gesetzliche Verpflichtung hat Wellness am Arbeitsplatz viel zu bieten, was sowohl dem Arbeitgeber als auch dem Arbeitnehmer zugute kommt:

Der Arbeitnehmer verbringt den größten Teil seiner Arbeitszeit im Büro. Je besser seine Arbeitsbedingungen sind, desto angenehmer ist sein Tagesablauf.

Ein Arbeitgeber, der gute Arbeitsbedingungen bietet, trägt dazu bei, seine Mitarbeiter zu motivieren: die Leistung und die Zahlen des Unternehmens sind davon betroffen. Ein weiterer Vorteil: Der zufriedene Mitarbeiter bleibt am Arbeitsplatz, so dass die Fluktuation erheblich reduziert wird.

Welche Maßnahmen sollten ergriffen werden?

Für das Wohlbefinden am Arbeitsplatz können einige Maßnahmen ergriffen werden, die wir nachfolgend vorstellen werden.

Investitionen für das Wohlbefinden am Arbeitsplatz

Die Umwelt trägt zum Wohlbefinden bei. Deshalb ist es wichtig, einen Raum zu schaffen, der einerseits dem Komfort und andererseits der Stimulation förderlich ist. Konkret geht es dabei nicht nur um die Gestaltung der Räumlichkeiten – vor allem ergonomische Bürostühle – sondern auch um die Inneneinrichtung – grüne Pflanzen, weiche Farben, raue Holzmöbel usw. Auch Beleuchtung und Belüftung sind wichtige Elemente, damit Sie sich bei der Arbeit wohlfühlen.

Fokus auf kollaborative Arbeit

Durch Beratung und Einbeziehung der Mitarbeiter im Vorfeld von Projekten können wir die Soft Skills jedes Mitarbeiters hervorheben. Der Mitarbeiter fühlt sich geschätzt und mehr an der Mission interessiert. Im nachgeschalteten Bereich liegt es im Interesse des Arbeitgebers, Anerkennung zu zeigen.

Hinweis: Die Mitarbeiterbefragung ist auch eine Gelegenheit, Meinungen und Ideen zu maximieren, um ein Projekt bestmöglich durchzuführen.

Förderung einer guten Atmosphäre

Das Wohlbefinden hängt auch von einem guten Verständnis zwischen den Kollegen ab. Firmenveranstaltungen, wie z.B. Veranstaltungen zur Teambildung, tragen dazu bei, Teams zu vereinen und den Unternehmensgeist zu fördern. Je besser das Verhältnis zwischen den Kollegen, desto geselliger ist die Atmosphäre: Der Mitarbeiter geht gerne zur Arbeit.

Der Arbeit einen Sinn geben

Die Mitarbeiter – in stärkerem Maße die Millennials – brauchen eine sinnvolle Arbeit. Die Einbindung des Unternehmens in einen CSR-Ansatz (Corporate Social Responsibility) beispielsweise ist eine starke Verpflichtung. Alle Mitarbeiter des Unternehmens haben das Recht, das Gefühl zu haben, an einer Sache in größerem Umfang als nur den Interessen der Gesellschaft beteiligt zu sein.

Wohlbefinden am Arbeitsplatz – Flexibel sein

Gewähren – aufzwingen? – Pausen zum Auslüften, Förderung der Telearbeit, um den Transportbedarf zu verringern, Einführung der Abschaltung außerhalb der Arbeitszeit… der Arbeitgeber kann die Initiative für zahlreiche Maßnahmen ergreifen, die den Arbeitnehmer zwingen sollen, seine Arbeitsmethoden flexibler zu gestalten. Am Ende wird dies zu mehr Wohlbefinden führen.

Einige Unternehmen gehen sogar noch weiter: Sportanlagen stehen auf dem Gelände zur Verfügung, eine gesunde und biologische Kantine, Babyfoots in den Toiletten… Dennoch ist es wichtig, das Gleichgewicht zwischen Arbeit und persönlicher Entwicklung zu respektieren. Wohlbefinden am Arbeitsplatz muss – wie auch immer natürlich – zu besserer Leistung führen, und nicht umgekehrt. In diesem Zusammenhang ist die Rolle des (glücklichen) Managers bei der Festlegung der Strategie und ihrer Umsetzung von entscheidender Bedeutung.

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